Vom Baum zum Holz

Auswahl der Bäume, die gefällt werden

Der Förster (oder die Fösterin) wählt den Baum aus, der geerntet werden soll. Auch unser Baum wird markiert. Der Förster entnimmt in der Regel so viele Einzelbäume, dass genügend Licht auf den Waldboden fällt, damit sich eine natürliche Verjüngung einstellt. Je mehr Licht die kleinen Bäumchen benötigen, desto mehr der alten Bäume werden genutzt. Die Holznutzung in allen Altersphasen eines Bestandes/Waldes ist aber auch notwendig, um gezielt die Mischbaumarten zu fördern und die qualitativ besten Stämme auszuwählen. Einer der wichtigsten Gründe ist jedoch die Entnahme von Bäume um die verbleibenden Stämme widerstandsfähig gegen den Sturm zu machen.

Fällen, Entasten und Vermessen

Der Waldarbeiter (Forstwirt) fällt, entastet und vermißt unseren Baum. Forstwirte müssen gut ausgebildet sein, da das Baumfällen schwierig und zum Teil auch gefährlich ist. Um die vorhandene Verjüngung und die stehenbleibenden Bäume nicht zu beschädigen, müssen sie die Richtung exakt bestimmen, in die sie die Bäume fällen. Danach werden an unserem Stamm die Äste abgesägt und seine Länge und sein Durchmesser gemessen.

Holzrückung

Spezialschlepper ziehen unseren Stamm mit einer Seilwinde aus dem Wald an den nächsten Forstwirtschaftsweg. In besonderen Fällen transportieren auch Pferde, Seilkräne oder Hubschrauber die Stämme aus dem Wald.

LKW-Transport

Sobald unser Stamm an einem Forstwirtschaftsweg liegt, kann er auf einen LKW geladen werden. Unser Stamm wird zu einem Sägewerk gefahren. Andere Stämme kommen in ein Spanplattenwerk, in ein Furnierwerk oder in eine Papierfabrik.

Sägewerk

Im Sägewerk wird unser Stamm zunächst gelagert, damit er austrocknet. Dann werden aus ihm Bretter, Balken und Latten gesägt. Jetzt kann unser Baum als Balken zum Beispiel in einem Dachstuhl verbaut werden, oder als Brett von einem Schreiner zu einem Schlafzimmerschrank verarbeitet werden.

Schlusswort

Achten Sie doch einmal darauf, wenn Sie von diesem Internet-Ausflug nach Hause zurückkehren, wie häufig Sie mit dem Wald und seinen Produkten im täglichen Leben in Berührung kommen. Sei es, daß Sie einen Bleistift spitzen, sich als Heimwerker betätigen, Zeitung lesen oder die Arme auf die Stuhllehnen legen. Der Wald ist die Produktionsstätte für das Material, aus dem all diese Produkte sind:  das Holz.

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Ralf Semmelroth  Witzenhausen 2003